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Dr. med. Katrin Hofmeister
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Akupunktur

Kirchstr. 21, 64283 Darmstadt
Tel. 06151 - 292626

       Schwangerschaftsvorsorge

Schwangerschaft - Eine ganz besondere Zeit 
Die Zeit der Schwangerschaft ist eine spannende und erwartungsvolle Zeit mit viel Freude und intensiven Erfahrungen.
Es kommen viele neue Dinge auf Sie zu und es stellen sich viele Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes. Zu diesem ganz besonderen Ereignis Ihres Lebens fragen Sie auch:
"Was kann ich tun, damit mein Kind gesund zur Welt kommt?" 

Gesetzlich vorgegebene Mutterschaftsrichtlinien 

Nachdem wir bei Ihnen eine Schwangerschaft festgestellt haben, erfolgen nun eine Reihe von Untersuchungen. 

  • Frauenärztliche Untersuchung
    Diese wird zunächst in ca. 4-wöchigem Abstand und später, angepasst an den Schwangerschaftsverlauf, in kürzeren Intervallen durchgeführt.
    Bei der Erstuntersuchung erfolgt neben einer ausführlichen Erhebung der Krankheitsgeschichte die Untersuchung von Scheide und Gebärmutter mit einer Abstrichentnahme, die auf Chlamydien (eine spezielle Art von Bakterien) untersucht wird.
    Die folgenden Untersuchungen werden auch bei den weiteren Vorsorgeterminen durchgeführt:
    Blutdruckmessung, Urinuntersuchung, Gewichtskontrolle und in regelmäßigen Abständen die Eisenwertbestimmung der Blutkörperchen (Hämoglobin). 
  • Blutuntersuchungen
    Zu Beginn erfolgt die Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie die Durchführung eines Antikörpersuchtestes, um ggf. eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festzustellen. Der Antikörpersuchtest wird zwischen der 24. und 28. SSW wiederholt.
    Gesetzlich vorgeschrieben sind ferner ein Suchtest auf Geschlechtskrankheiten und eine Rötelnantikörperbestimmung.
    Nach der 32. SSW wird nochmals eine Blutentnahme durchgeführt, die eine mögliche Infektion mit Hepatitis B aufdecken soll. 
  • Ultraschalluntersuchungen
    Dreimal während der Schwangerschaft ist eine Beurteilung der kindlichen Entwicklung per Ultraschall vorgesehen (sog. Screening).
    1. Screening: 09.-12. SSW
    2. Screening: 19.-22. SSW
    3. Screening: 29.-32. SSW
    Mit Hilfe dieser Ultraschalluntersuchungen können in vielen Fällen schwere Entwicklungsstörungen des Kindes frühzeitig bemerkt werden, um ggf. eine entsprechende Diagnostik oder Therapie einleiten zu können. Hierbei sehen auch die Mutterschaftsrichtlinien weitere medizinisch begründete Untersuchungen vor. Dennoch können auch bei ausführlichen Ultraschalluntersuchungen und modernster Technik nicht alle Erkrankungen und Fehlbildungen erkannt werden.

Erweitertes Spektrum von Zusatzleistungen 

Nachfolgend möchten wir Ihnen kurz einige weitere Untersuchungen und Maßnahmen erläutern, die sinnvoll und empfehlenswert sind. Die Kosten dafür werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen daher von Ihnen persönlich getragen werden.

  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft
    Kaum eine andere medizinische Methode ist in ihrer Wirkung so gründlich untersucht wie der geburtshilfliche Ultraschall ("evidence based medicine").
    Außerdem ist die Sonographie eine beliebte Methode für werdende Eltern, sich vom Wohlbefinden und dem Wachstum des Kindes zu überzeugen ("Baby Fernsehen") und schon vor der Geburt eine intensive Bindung zum Kind aufzubauen.
  • Nackentransparenzmessung
    Die Möglichkeiten der modernen Medizin können das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, deutlich reduzieren. Das Risiko eines chromosomal geschädigten Kindes besteht bei jeder Schwangeren. Die häufigste Chromosomenstörung ist das Down-Syndrom, auch Mongolismus genannt.
    Das Ersttrimester-Screening (auch Nackentransparenz- oder Nackenfaltenmessung genannt) ist eine spezielle Blut- und Ultraschalluntersuchung. Es wird in der Regel in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Diese spezielle Untersuchung macht es möglich, das individuelle Risiko für bestimmte genetische Erkrankungen wie Trisomie 21 (Down-Syndrom „Mongolismus") und Trisomie 18 einzuschätzen. Bei einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer der genannten Erkrankungen sollte diese festgestellte Risikoerhöhung durch weitere Maßnahmen näher abgeklärt werden (Fruchtwasseruntersuchung).
  • Blutzucker-Belastungstest
    Der Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Ein Schwangerschaftsdiabetes bedeutet ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind
    Der Schwangerschaftsdiabetes macht zunächst keine Symptome und kann mit einfachen Tests wie Urinzucker- oder Blutzuckerbestimmung nicht erfasst werden. In 90 % der Fälle bleibt der Schwangerschaftsdiabetes ohne spezielle Diagnostik unerkannt.
    Zur Feststellung eines Schwangerschaftsdiabetes eignet sich lediglich ein sogenannter Blutzuckerbelastungstest. Die Durchführung eines Blutzuckerbelastungstests zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche wird von uns dringend empfohlen. Bei auffälligem Ergebnis kann direkt eine Blutzuckereinstellung mit großem Nutzen für Mutter und Kind eingeleitet werden. 
  • Toxoplasmose
    Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Erreger „Toxoplasma gondii" von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden kann. Eine Infektion erfolgt hauptsächlich durch Katzenkot, über Erdkontakt (Gartenarbeit, Sandkästen) oder durch den Genuss von rohem Fleisch (Mett, Tartar) oder nicht durchgebratenem Fleisch sowie ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat.
    In Deutschland haben ca. 45-50% der Frauen im gebärfähigen Alter diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht und sind daher geschützt. Bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft können schwere Fehlbildungen mit Gehirnschäden und Erblindung beim Ungeborenen entstehen.
    Durch eine Blutentnahme zu Beginn der Schwangerschaft können wir frühzeitig feststellen, ob bereits Antikörper (Abwehrstoffe) gegen Toxoplasmose gebildet wurden.
    Bei fehlender Immunabwehr sollten weitere Kontrolluntersuchungen folgen. 
  • 3D-Ultraschall
    Ab Juli 2008 können Sie Ihr Baby bei uns "live" in "3-D"sehen!
    Nähere Informationen erhalten Sie beim Praxisteam!

 

            
 Dr. med. Katrin Hofmeister 2010